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Lettmann GmbH
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Balkan-Boogie

Paddeln in Albanien

Wüste Straßen, abgelegene Landschaften, kaum Infrastruktur und Räuberbanden die einem die goldene Roulex zocken... Bis auf die Räuber können wir die Vorurteile gegenüber Albanien nur bestätigen. Die Straßen sind zum Teil abenteuerlich, die Landschaften einsamer als in anderen Teilen Europas und die Schluchten einen tacken ausgesetzter! Doch für diejenigen Paddler, die auf ein bisschen Abenteuer abfahren, für die ist Albanien das ultimative Reiseziel!

Warmpaddeln in Hellas

Wir sind 2015 bereits zum zweiten Mal in Albanien. Aus Gründen der Bequemlichkeit haben wir die Anreise über Griechenland gewählt. Mit der Fähre geht es nach Igoumenitsa, von dort aus sind wir nach kurzer Zeit am Grenzübergang nahe Konitsa. Auf dem Weg paddeln wir uns auf dem griechischen Voidomatis ein - er liegt quasi auf dem Weg. Ein glasklarer Auftakt unserer Reise.

(Bild: Paddeln auf dem Voidomatis)

Der erste albanische Fluss

Wer einen gültigen Ausweis und eine grüne Versicherungskarte für das Auto bei sich hat, der hat die Formalitäten schnell erledigt und erreicht nach kurzer Fahrt den blauen Vjosa, den Unterlauf des griechischen Aoos. Da wir bereits Anfang Juni haben, brennt der Lorenz und wir freuen uns auf leichtes aber erfrischendes Wildwasser im zweiten und dritten Grad. Doch bevor wir auf´s Wasser dürfen, werden wir noch Interviewt - ein Albaner kommt mit seinem Esel des Weges und verwickelt uns in ein kurzes Gespräch - mit Händen und Füßen aber ständig mit einem Lachen im Gesicht - er freut sich über unseren Besuch an seinem Fluss.

(Bilder: Begegnungen am Vjosa)

Lengarica

Rechter Nebenfluss des Vjosa ist die Lengarica. Am Ausstieg der sagenhaften Schluchtstrecke warten "warme" Quellen auf verspannte Paddler-Muskeln. Hier lässt es sich, direkt am Fluss, ausgesprochen angenehm campieren.

(Bild: Blick vom Camp auf die Lengarica)

Baustelle

Leider wird es bei uns diesmal nichts mit einer Befahrung. Direkt am Einstieg wird ein neuer Damm gebaut. Obwohl wir eine gute Stunde mit den Bauarbeitern sprechen, finden wir nicht heraus, ob das Wasser nun komplett ab- oder angedreht werden soll. Beides hätte zur Folge, dass der enge Schlund des Flusses für uns zur Falle werden könnte. Wir entschließen nicht zu paddeln und setzen unseren Roadtrip fort - Richtung Osum-Canyon.

Osum-Canyon

Der Osum ist der Vorzeige-Fluss Albaniens. Eine tiefe Schlucht frisst sich in das Sandgestein. Es ist traumhaft schön und nicht schwer. Maximal Wildwasser drei wartet auf uns.

(Bild: Auf dem Weg zum Osum)

(Bild: Wild(romantisches)-Camp am Osum-Einstieg)

(Bild: Im wunderschönen Osum-Canyon)

Auf zum Devol

Über wilde Straßen, die uns und unseren Autos einiges abverlangen, geht es zum Devol. Hier sollte man den Umweg über normale Straßen in Kauf nehmen, es sei denn, der Weg ist das Ziel. Denn dieser ist eine deliziöse Offroad-Tour.


(Bild: Kleinere Reparaturen werden sofort erledigt)

No Kayaking

Nach der spannenden Fahrt zum Devol kommt die Enttäuschung. Aufgrund von Dammbauarbeiten ist das Paddeln auf dem kompletten Devol untersagt. Eine Geröll-Lawine von einem Lastwagen in die Schlucht untermauert noch einmal dieses Verbot. Leicht geknickt schlagen wir das Camp im Tal auf und fahren am nächsten Tag weiter - Richtung Schwarzem Drin.

(Bilder: Am schwarzen Drin)

Am schwarzen Drin

Jeder, der sich mit Albanien beschäftigt, der stolpert über Bilder des schwarzen Drin. Nah am Fluss führt eine spektakuläre Straße entlang. Immer wieder trifft der Blick den Fluss. Wir booten auf einer der leichteren Etappen ein und genießen die grandiose Landschaft.

Richtung Valbona

Der schwarze Drin endet in einem der Größten Stausee-Verbunden des Balkan. Nahe der Stadt Kukes fahren wir auf die Autobahn um sie nach wenigen Kilometern wieder Richtung Valbona zu verlassen. Das Valbona-Tal ist eines der schönsten des Balkan. Der Fluss, die Valbona, bietet Wildwasser in allen Schwierigkeitsgraden. Vom entspannten Wildwasser-II-Run über haarsträubende katarakte im fünften Grad.

(Bilder: Wunderschönes Valbona)

Ende im Gelände

Mit der Valbona haben wir das Ende unserer Albanien-Reise 2015 erreicht. Den Rückweg treten wir über Montenegro und Kroatien an. Nach einem Tag am Meer zieht es uns jedoch noch einmal ins Inland - auf die Zrmanja in Kroatien. Zwar weist der Fluss fast ausschließlich Zahmwasser auf, allerdings sorgen einige spektakuläre Tuff-Stufen und ein unfahrbarer Wasserfall für die nötige Aufregung.

(Bilder: Auf der Zrmanja, unterhalb des unfahrbaren Wasserfalls und in der letzten Stufe vor dem Ausstieg)

Obwohl wir sehr spät im Jahr nach Albanien gereist sind, Ende Mai / Anfang Juni sind die Wasserstände vieler Flüsse schon eher niedrig, haben wir auf dieser Reise viel über Land und Leute gelernt. Albanien hat uns fasziniert und wir möchten an dieser Stelle unsere beste Empfehlung aussprechen:

Bereist Albanien! Am besten mit jemandem, der sich Auskennt. Unser Freund Scheuer, seines Zeichens Südosteuropa-Spezialist, kann euch die schönsten Ecken Albaniens zeigen. Zwei Wochen lang geht es zu den besten Flüssen, mal in kleiner Gruppe, mal mit neuen und alten Freunden gemeinsam für die gute Sache im Rahmen der "Albanien River Tour".

Mehr zu Scheuers Albanien-Reise und zur "Albanien River Tour" gibt es auf seiner Seite "Toros Outdoors".

Mehr Bilder von unserer Outdoordirekt-Albanien-Reise 2015 findet ihr auf der Seite unserer Kanuschule in der "Fotogalerie Albanien"

Text und Bilder: Christian Zicke, www.outdoordirekt.de